Einen Trojaner schickte Rapp Collins, heute Rapp Germany, im Auftrag des Softwareherstellers Adobe im Jahr 2007 auf die Reise. Das Ziel war, Grafikdesigner von den Vorteilen des Gestaltungsprogramms Adobe InDesign – im Vergleich zum Konkurrenzprodukt QuarkXpress – zu überzeugen.
Die Agentur setzte virale E-Mails mit dem Betreff "Quark Soforthilfe" ein: Verschickt wurde ein sogenannter Trojaner, ein eingeschleustes Programm, das sich auf dem Computer des Empfängers selbst installiert. Es handelte sich dabei um einen Alien mit Laserpistole, der als Gimmick von Quark Xpress selbst entwickelt wurde und bei Quark-Anwendern bestens bekannt ist. Bei Quark dient die Figur als Symbol für das Löschen von Objekten. Im Rahmen der Dialogmarketingaktion radierte der Alien jedoch sein Mutterprogramm aus und lief zur Konkurrenz – Adobe Indesign – über.
Adobe begrüßte ihn und alle Quark-Anwender anschließend auf der InDesign-Website. 500 E-Mails wurden verschickt. In den ersten drei Wochen verzeichnete das Unternehmen mehr als 16.000 Klicks auf www.planet-indesign.de und von dort aus weitere 1400 Klicks auf die Site www.adobe.de/indesign. Die Zahl der Downloads der kostenlosen Testversion stieg im selben Zeitraum verglichen mit dem Vorjahr um mehr als 15 Prozent.





