71 Outsourcing-Tipps, Teil 2

B) Auswahl des Outsourcing-Partners

  • (26) An den Outsourcing-Partner sollten hohe Ansprüche gestellt werden.

  • (27) Welche Projekte hat der Dienstleister bereits erfolgreich abgeschlossen in einem vergleichbaren Aufgabenfeld und in vergleichbarer Größe?

  • (28) Waren die damaligen Auftraggeber mit dem Dienstleister zufrieden?

  • (29) Welche Maßnahmen ergreift der Dienstleister, um für besonders anspruchsvolle Phasen des Projekts gewappnet zu sein?

  • (30) Stehen genügend personelle und technische Ressourcen zur Verfügung?

  • (31) Verfügt der Auftragnehmer über genügend gut qualifiziertes Fachpersonal, das auch regelmäßig fortgebildet wird?

  • (32) Sind Interessenkonflikte ausgeschlossen oder bietet der Auftragnehmer seine Leistungen auch Mitbewerbern Ihres Unternehmens an?

  • (33) Kann der Dienstleister nachweisen, dass er über ein funktionierendes Qualitäts- und Krisenmanagement verfügt? Ist er diesbezüglich zertifiziert?

  • (34) Sprechen Auftraggeber und Auftragnehmer die gleiche Sprache? Geteilte Erfahrungswelten sowie gegenseitiger Respekt und Sympathie erleichtern die reibungslose Kommunikation.

  • (35) Besuchen Sie den Bewerber um den Outsourcing-Job vor Ort, und machen Sie sich ein Bild vom Unternehmen, seinen Mitarbeitern und der technischen Infrastruktur.
     

C) Gestaltung des Abkommens

  • (36) Prüfen Sie detailliert die rechtlichen Rahmenbedingungen des Outsourcing-Projekts, und vermeiden Sie Lücken im Vertragswerk, die später zu Unklarheiten und Streitigkeiten führen könnten.

  • (37) Berücksichtigen Sie auch Prozesse und Leistungen, die Sie keinesfalls outsourcen wollen und die stets unter voller Kontrolle Ihres Unternehmens bleiben müssen.

  • (38) Legen Sie den operativen Rahmen für den Dienstleister möglichst präzise fest. Welche Benchmarks machen das Service Level Agreement adäquat überprüfbar?

  • (39) Welche Service-Level-Abweichungen sind möglich?

  • (40) Welche  Rolle spielt der Auftraggeber, welche der Dienstleister im Zuge des Prozesses?

  • (41) Wo liegen präzise die Einzelverantwortungen?

  • (42) Wie sind die einzelnen Verpflichtungen und Entscheidungsbefugnisse verteilt?

  • (43) Welche Objekte und Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit gehen in den Besitz welcher Vertragspartei über? Mit welchen rechtlichen Auswirkungen?

  • (44) Welche Informationen muss der Vertragspartner erhalten, um ein erfolgreiches Projekt zu ermöglichen, welche Informationen dürfen ihm nicht vorliegen?

  • (45) Welche Verschwiegenheitsverpflichtungen muss der Vertragspartner eingehen?

  • (46) Überlegen Sie, unter welchen Bedingungen eine der Parteien Veränderungen beschließen und umsetzen darf, die sich auf das Projekt auswirken (Change-Management).

  • (47) Auf welche Weise werden die Leistungen des Auftragnehmers erfasst?

  • (48) Wie sind Leistungen nachzuweisen und in Reports darzustellen?

  • (49) Klären Sie, wie lange der Vertrag laufen soll, wann er als erfüllt gilt oder ausläuft beziehungsweise unter welchen Bedingungen er verlängert werden kann.

  • (50) Berücksichtigen Sie feste Termine für Meilensteine, also Projektstatus, zu denen eine Qualitäts- oder Ergebniskontrolle stattfindet, bevor die nächste Projektphase beginnt.

  • (51) Vereinbaren Sie möglichst eine Pilotphase, im Rahmen derer beide Vertragspartner das Zusammenspiel und mögliche besondere Herausforderungen des Projekts ermitteln können.

  • (52) Eine Klausel sollte erfassen, unter welchen Bedingungen die Pilotphase als erfolgreich abgeschlossen gilt und die eigentliche Projektphase beginnen kann.

  • (53) Was geschieht, falls die Pilotphase nicht erfolgreich abgeschlossen wird?

  • (54) Berücksichtigen Sie mögliche Rücktrittsklauseln und -bedingungen.

  • (55) Legen Sie fest, wer wo und wie die erforderlichen Projektdaten speichert.

  • (56) Wichtig ist vor allem, dass der Dienstleister für das Unternehmen langfristig wichtige Projektdaten ausreichend schützt und dem Auftraggeber verfügbar macht.

  • (57) Welche Informationspflichten bestehen zwischen den Parteien?

  • (58) Welche projektrelevanten Versicherungspflichten müssen die Vertragspartner erfüllen?

  • (59) Bitten Sie den Outsourcing-Partner, einen Vertragsentwurf zur Verfügung zu stellen, nachdem alle wichtigen Fragen diskutiert wurden.

  • (60) Prüfen Sie den Vertragsentwurf in allen Details kritisch und unter Einbeziehung der involvierten Abteilungen (Geschäftsleitung, Einkauf, Fachabteilungen, Rechtsabteilung ...).

(weiter auf der nächsten Seite)

 

 

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