Humor-Trends

Marketer müssen ständig ihre werblichen Botschaften und Dialog-Angebote aktuell halten. Ob Unternehmen einem Trend folgen oder sich davon abheben, hängt von der vorher gewählten Strategie ab. Und dafür sollte man die aktuellen Humortrends kennen.


Nicht nur Produktdesigns und -funktionen sollten aktuell sein. Marketer sind gut beraten, auch ihre werblichen Botschaften und Dialogangebote, ganz besonders
wenn diese humorvoll angelegt sind, auf der Höhe der Zeit zu konzipieren. Ob Unternehmen dabei einem Trend folgen oder sich mutig und aufmerksamkeitsstark davon abheben, hängt von der Strategie ab. Wichtig ist aber in jedem Fall, die
aktuellen Humortrends zu kennen.

Heitere Anspielungen auf aktuelle Probleme; witzige Kommentare zu aktuellen Entwicklungen; enthüllende Beobachtungen alltäglicher Defizite – damit kann Dialogmarketing emotionale Bedürfnisse bei Zielgruppen befriedigen. Werden Rezipienten überrascht, erhellt und erfreut, können sie Bilder, Marken und Botschaften mit mehr Aufmerksamkeit und für längere Zeit aufnehmen. Im besten Fall ist die Pointe so gut, dass sie weitererzählt wird und ein viraler Effekt eintritt. Aber was kommt an bei den Zielgruppen? Welcher Humor wird verstanden? Wie weckt der Werber treffsicher die richtigen Emotionen und evoziert die richtigen Bilder?


Brachialer Humor birgt Risiken

Noch nie gab es in den Medien eine derart massive Präsenz von Humor – ganze Fernsehabende lang wechseln sich Comedians ab auf der großen Bühne der Lustigkeit. Von so erfolgreichem Unterleibs- und Schenkelklopfwitz nach Art der Comedians Ingo Appelt und Mario Barth sollten Unternehmen allerdings Abstand nehmen.  So beworbene Produkte und Dienstleistungen dürften schnell an
Imagewert verlieren.

Ein aktueller Humortrend ist zudem die Political Uncorrectness – das heißt: das gezielte Sich-lustig-Machen über Gruppen, die als Opfer von Witzen lange Zeit tabu waren. Ein Entertainer wie Stefan Raab speist seinen großen Erfolg nicht zuletzt aus dieser Form des Humors. Unternehmen, die im Dialogmarketing auf Gegenpositionen zur Political Correctness setzen, laufen jedoch Gefahr, sich selbst ins Abseits zu befördern, indem ein negativer Imagetransfer beim Betrachter angeregt wird.
Abhängig ist die Angemessenheit von Tabubrüchen in der Werbung vom jeweiligen Produkt und dem Image des Unternehmens. Aktionen, die der Bild-Zeitung ein heiter-scharfzüngiges Gesicht geben, könnten viele Leser der Rheinischen Post verärgern.

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