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Chancen des mobilen Kundendialogs

Der Alltag ist mobil geworden und voller Optionen für einen bedarfsgerechten Kundendialog - an jedem Ort, zu jeder Zeit. Kampagnen, die Zielgruppen auf ihren Wegen interaktiv begleiten, haben gute Chancen, dass situativ passende Angebote eine nachhaltige Wirkung entfalten.


Das Stadtnavigationssystem als Mobile App, das Bezahlen per Smartphone im Bahnhof, der interaktive Bildschirm vor dem Einkaufscenter, die Ladesäule für das mietbare E-Bike: An zahlreichen Kontaktpunkten können Unternehmen in Dialog mit mobilen Zielgruppen treten.

Wer die Wege, die Kommunikationskanäle, die jeweiligen Wünsche und Verhaltensweisen seiner mobilen Kunden kennt, kann sie situativ passend für ein Angebot begeistern. Kunden können so zu Partnern in einem nachhaltigen Dialog werden, der reichweitenstarke Medien ebenso nutzt wie mobile Kanäle und hochwertige Maßnahmen des klassischen Dialogmarketings.
 

Menschen als bewegte Zielgruppe

Mobilität bestimmt den Alltag moderner Zielgruppen – und Mobilität ist es auch, die den Dialog der Menschen untereinander sowie die Interaktion zwischen Marken und Konsumenten prägt. Menschen sind immer stärker in Bewegung, sei es beruflich oder in der Freizeit, sie sind vielfach vernetzt, sie kommunizieren intensiv und nutzen dabei innovative Kommunikationstechnik. Markenanbieter, Dienstleister und Handelsunternehmen, die moderne Menschen gezielt ansprechen und eine nachhaltige Beziehung aufbauen wollen, müssen die hohe Mobilität heutiger Zielgruppen bei ihren Dialogkampagnen berücksichtigen.

Dabei hat sich nicht nur die Mobilität selbst, sondern auch das Tempo, mit dem Menschen heute unterwegs sind, erhöht. „Durch die Zunahme der Geschwindigkeiten bei allen Verkehrsmitteln ist es uns gelungen, unseren Aktionsradius maßgeblich auszudehnen, ohne dabei mehr Zeit für Mobilität zu investieren“, sagt Irene Feige, Leiterin des Instituts für Mobilitätsforschung, einer Forschungseinrichtung der BMW Group.
 

Szenario für zukünftigen Dialog:
Das Auto als integrierte Plattform für Kommunikation

Vor allem Informations- und Kommunikationstechnologien werden es sein, die in Zukunft eine nahtlose Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel möglich machen und damit letztlich moderne Mobilitätskonzepte etablieren.
 

„So können wir die Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln effizienter nutzen, indem wir beispielsweise immer online sein können“, erklärt Dr. Feige, „ebenso stehen dadurch genauere und bessere Verkehrsinformationen zur Verfügung, um unsere Wege weiter zu optimieren.“

Die Integration von Verkehrsinformationen in das Auto wird künftig eine wesentlich größere Rolle spielen. Dabei werden die Informationen an den Automobilnutzer direkt über eine Schnittstelle ins Auto gespielt, prognostiziert Feige. Dies trage wesentlich zur Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger bei und damit zu einer stärkeren Intermodalität, sprich: die Verwendung mehrerer Verkehrsmittel.
 

Neue Chancen für digitale Interaktion

Digitale Medien schlagen auf diese Weise die Brücke zwischen physisch-automobiler und virtueller Mobilität. Nach Einschätzung von Trendforschern bei der GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung wird das Fahrzeug selbst zur Kommunikationsplattform. Die Einbindung des Autos in die digitale Welt eröffnet sowohl für Hersteller wie auch für Werbungtreibende neue Möglichkeiten der Interaktion mit den Fahrzeugbesitzern. So korrespondiert ein Server im Auto mit einer individuellen Fahrzeugwebsite, die den Wagen online „spiegelt“.
 

 Für den mobilen Konsumenten heißt das: Er muss nicht alle verfügbaren technologischen Ausstattungsmerkmal ins Auto integrieren, sondern kann – je nachdem, ob er das Auto eher für die Fahrt zur Arbeit braucht oder für Fahrten mit der Familie – sich das Fahrzeug auch nachträglich nach seinen individuellen Bedürfnissen konfigurieren. 
 

Multimediale Mobilität für Autofahrer 

Die Website, auf der man sowohl das Auto vor dem Kauf personalisieren als auch nach dem Kauf weitere Apps dazuladen kann, bildet alle Fahrzeugdaten, das Armaturenbrett, das Entertainment- oder Navigationssystem ebenso wie den Standort des Autos ab. Medieninhalte wie Musik, Filme und Softwareapplikationen, aber auch zielgruppenrelevante Informationen zu Produkten und Dienstleistungen können die User auf diese Weise über eine zentrale Website empfangen und überspielen, so das Szenario der GIM-Forscher.