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Einstieg in Social-Media-Marketing

Vollkontakt mit aktiven Kunden: Social-Media-Marketing bietet viele Chancen, mit Zielgruppen schnell und direkt zu kommunizieren. Doch um hier erfolgreich sein zu können, müssen Unternehmen einige wichtige Grundregeln zu beachten. Zudem dürfen sie keine Angst vor der Eigendynamik der Webkommunikation haben.


Ob es der Austausch unter Freunden auf Facebook ist, das Pflegen von Business­kontakten auf Xing oder LinkedIn oder das Übermitteln knackig kurzer Botschaften über Twitter: Social Media sind zu einem festen Bestandteil der Mediennutzung vieler Zielgruppen geworden und stehen längst auf dem Fahrplan werbender Unternehmen.
 

Vielseitig, schnell, direkt: Kundendialog im Web 

Social Media sind alle Elemente des WWW, die einen direkten Austausch mit anderen Anwendern ermöglichen. Zuvor als Web 2.0 bezeichnet, eine neue Entwicklung des interaktiven Internets, spricht man heute von den „sozialen Medien“. 

Zu den Social Media gehören zum Beispiel:

  1. Blogs für chronologische Tagebuch- und Newsbeiträge im Web.
  2. Plattformen für den Austausch von Fotos und Videos wie Flickr und YouTube.
  3. Der Kurznachrichtendienst Twitter.
  4. Social Bookmarking-Services wie DiggDeliciousMister Wong.
  5. Und die eigentlichen sozialen Netzwerke, allen voran Facebook und die VZ-Netzwerke StudiVZSchülerVZ und MeinVZ
     

Weitere Communitys finden sich bei Wer-kennt-wen.deLokalisten.de und MySpace. Als Businessplattformen etabliert haben sich Xing und LinkedIn. Letztere hat nach eigenen Angaben mehr als 120 Millionen Mitglieder weltweit. Das deutsche Xing verzeichnet 11,1 Millionen User.
 

Neue Zielgruppen-Plattform Google Plus

Mit Google Plus ist der nächste Spieler auf dem Feld erfolgreich. Nach knapp einem Monat hatten sich dort 25 Millionen Nutzer weltweit registriert. Eine wichtige Funktion des neuen sozialen Netzwerks: Nutzer können Kontakte in sogenannten „Circles“ organisieren und festlegen, wer welche Nachricht zu lesen bekommt, beispielsweise nur die engsten Freunde oder nur die Kollegen. Ob Google Plus eine nachhaltige Erfolgs­story schreibt, wird davon abhängen, wie viele der 750 Millionen Facebook-Mitglieder bereit sind, sich auf ein weiteres soziales Netzwerk einzulassen und dort vielleicht dauerhaft zu agieren.
 

Zielgruppe Community-Mitglieder 

Unter vielen Internetnutzern ist die Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken mittlerweile selbstverständlich. Eine im August 2011 veröffentlichte repräsentative Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) etwa zeigt, dass 76 Prozent aller Onliner Mitglied in mindestens einer Webcommunity sind, bei den Unter-30-Jährigen sind es gar 96 Prozent. 

„Soziale Netzwerke haben in kürzester Zeit eine enorme Entwicklung vom Nischenphänomen zum Internetstandard durchgemacht“, sagt Bitkom-Präsident Dieter Kempf. In durchschnittlich 2,4 Netzwerken seien die Onlinenutzer angemeldet. Frauen liegen übrigens in der Nutzung deutlich vor den Männern.
  
 

Wer Kundenfeedback will, bekommt es im Netz 

Die wichtigste Begleiterscheinung von sozialen Medien ist der Kontrollverlust. Unternehmen haben es nicht mehr in der Hand, was und wie über sie im Social Web diskutiert wird und welche Themen oder Inhalte online mit der Mar­ke verknüpft werden – ob sie sich nun selbst dort engagieren oder nicht. Vie­le Marketingverantwortliche beklagen allerdings nicht den Kontrollverlust, sondern sehen in der neuen Dialogform vor allem eine Riesenchance, die Interaktion mit den Kunden zu intensivieren.