Eine Vision hat in der Werbung zu allen Zeiten Konjunktur: die richtige Person zum passenden Zeitpunkt mit der geeigneten Maßnahme und mit einem bedarfsgerechten Angebot anzusprechen. Wenn das gelingt, dann ist Kundendialog effizient, so die Auffassung.
Die viel beschworene Effizienz ist per Definition das Verhältnis von erzieltem Ergebnis zu den dafür eingesetzten – in erster Linie budgetären – Mitteln. Doch in der
Praxis versteht unter dem Schlagwort Effizienz nicht jedes werbungtreibende Unternehmen das Gleiche.
Individuelle Erfolge
Effizienz ist immer auch eine Frage der individuellen Kommunikationsziele. Mag es für das eine Unternehmen erstrebenswert sein, Aspekte wie Vertrauens- und Glaubwürdigkeit, Bekanntheit oder Markenimage erfolgreich zu befördern, wird ein anderer Anbieter bemüht sein, mit möglichst einfachen, kostengünstigen Maßnahmen hohe Stückzahlen zu verkaufen.
Gerade in Krisenzeiten vertrauen viele Unternehmen auf bewährte, streuverlustarme Dialogkonzepte, um effizienter zu werben. Zum Beispiel im Handel: „Wir planen fürs laufende Jahr, Beilagen und Prospekte zugunsten der Dialogmedien zu reduzieren, weil wir im Dialogmarketing erheblich effizienter arbeiten“, sagt Michael Müller, Leiter Direktmarketing bei Galeria Kaufhof.
Boom bei Dialogmedien
Damit liegt das Warenhaus im Trend: 36 Prozent der deutschen Unternehmen setzten im vergangenen Jahr auf klassische Dialogmedien, ermittelte Nielsen Media Research. Zwei Drittel der Werbungtreibenden, darunter verstärkt auch mittelständische Unternehmen, vertrauen sogar ausschließlich auf schriftliches Dialogmarketing.








