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(Fortsetzung von 04: Galerie erfolgreicher AR-Kampagnen, Teil 1)
General Electric:Einstieg in das Stromnetz
Ein modernes Stromnetz gehört zu den erklärungsbedürftigen und der Zielgruppe nicht leicht emotional zu vermittelnden Produkten. General Electric hat deshalb unter dem Motto "Plug into the Smart Grid" eine Microsite mit Augmented-Reality-Applikation entwickelt (siehe URL unten).
Hier kann kann sich jeder eine spezielle Seite mit dem benötigten AR-Marker ausdrucken und diesen dann in die PC-Kamera halten. In der Folge blendet die App ein virtuelles Stück Land mit Windkraftanlagen in 3-D ein. Anwender können nun sogar in das PC-Mikrofon pusten, um Wind zu machen und die Rotoren zu beschleunigen. Als zweites Szenario bietet die Microsite ein 3-D-Modell von Solaranlagen.
Dass sich auch Werbebanner für eine Augmented-Reality-Kampagne eignen, hat Burger King bewiesen. Der amerikanische Frikadellensemmelbräter hat die Zielgruppe unter dem Motto "Bester flammen-frischer Geschmack. Nur einen Dollar. Nur bei Burger King" über eine Online-Anzeige angesprochen.
Wer auf das Webbanner klickte, seine PC-Kamera aktivierte und eine Dollarnote ins Bild hielt, bekam einen Burger darauf projiziert. Drehte man die als AR-Marker verwendete Geldnote jetzt um, wurden weitere Burgervariationen - alle für einen Dollar erhältlich - eingeblendet. Am Ende ersetzte die App das Gesicht des Nutzers durch das der Markenfigur, des Burgerkönigs.
Der ITK-Anbieter AT&T nutzte die Fußballweltmeisterschaft als Anlass, um seine Zielgruppe durch ein interaktives Werbebanner mit Augmented-Reality-Mechanik zu involvieren.
Die PC-Kamera erfasste dabei den Kopf des Betrachters, der in den Strafraum eingeblendet wurde, während im Hintergrund ein Spieler zu seinem Eckstoß antrat. Wenn der Nutzer jetzt im richtigen Augenblick seinen Kopf in Richtung Tor bewegte, konnte er per Kopfball ein Tor schießen und sich im Beifall der Zuschauer sonnen.
Dieses kleine Spiel funktionierte sowohl als schlankes Top-Banner wie auch als Pop-up-Fenster in größerer Ansicht. Entwickelt und umgesetzt haben die Kampagne BBDO, Zoic Studios und Zugara.
Ein Beispiel, wie gedruckte Seiten sich für die digital erweiterte Interaktion einsetzen lassen, zeigt die Augmented-Reality-Agentur Metaio in einem Demoprojekt. Grundlage kann zum Beispiel ein Printmailing sein, das auf dem Tisch im Erfassungsbereich der PC-Kamera liegt.
Eine AR-Applikation blendet in das Live-Bild nun einen Industrieroboter ein, den der Anwender steuern kann, indem er kleine Grafiken auf dem Mailing berührt. Das Überdecken der Piktogramme interpretiert die App als Steuerbefehl und bewegt den Roboter.
Ebenfalls mit einer Technik von Metaio umgesetzt wurde das AR-Produktspiel "The Adidas Originals Neighborhood". Dabei zierte den gekauften Sportschuh eine Grafik, die als AR-Marker fungierte. Hielt der Anwender seinen neuen Schuh in die Kamera, wuchs ein virtuelles 3-D-Stadtviertel daraus hervor und ein Videomoderator begrüßte ihn.
Im folgenden Spiel galt es nun, die Stadt von bösartigen Sturmtruppen aus der Filmwelt von Star Wars (Krieg der Sterne) zu befreuen. Als Kontrollgerät und Projektionsplattform kam der Schuh von Adidas zum Einsatz. Kunden erfuhren so auf spielerische Weise, dass ein Markenschuh mehr ist als nur ein kleidsames Fußversteck, sondern ein interaktives Erlebnis.
Die Warenhauskette Macy's hat Familien mit Kindern zur Weihnachtszeit zu einem Augmented-Reality-Erlebnis im Ladengeschäft eingeladen. Kinder konnten sich auf AR-Marker stellen, die auf dem Fußboden aufgebracht waren.
Eine kostenlose App für iPhone und iPad sowie Android-Geräte erlaubte den Eltern nun, ihre Kinder zusammen mit Virginia (oder einer anderen Figur aus einer im englischen Sprachraum beliebten Weihnachtsgeschichte für Kinder) zu fotografieren. Das virtuelle Mädchen wurde in das Live-Bild der Handy-Kamera eingeblendet - direkt neben dem echten Kind.
Die App "Macy's Believe-o-magic" ermöglichte es dem Nutzer zudem, die Fotos nachzubearbeiten und an Freunde zu versenden. Damit nutze die Aktion zugleich die Chance auf zielgruppen-interne Weiterempfehlung.
Genuine Interactive:Visitenkarten mit Augmented Reality
Für Unternehmen sind individuell gestaltete Visitenkarten ein kleines, aber wirksames Aushängeschild. Ob persönlich übergeben oder per Mailing versandt, eine Visitenkarte, die auf der Rückseite einen AR-Marker trägt, kann deutlich mehr, als nur die Kontaktdaten zeigen.
Im Zusammenspiel mit einer PC-Kamera und einer Microsite oder mit einer App für Smartphones kann die Karte zusätzliche Videos, 3-D-Welten oder interaktive Elemente wie Spiele und produktdemonstrationen zeigen.
Das Entwicklerstudio von Genuine Interactive ist eines von inzwischen vielen, die entsprechende Services anbieten. Wie sich die eigene Person per AR-Visitenkarte emotional im digitalen Kundendialog aufladen lässt, zeigt ein Beispiel von David Wood. Dass es entsprechende Maßnahmen auch schon für kleinere Budgets gibt, zeigt der Anbieter Augmedia.
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