Auf der personalisierten Webseite konnten Kunden bequem antworten und bestellen. Für die Kampagne nutzte TVG-Verlagsleiter Frank Wenz einen Crossmedia-Service der Deutschen Post: „Adressdialog ist die ideale Ergänzung für unsere Direct-Mail-Aktionen.“ Weitere Erfolgsbeispiele finden sich unter www.adressdialog.de.
Auf die Postkarte-Internet-Kombination setzte auch Sportartikelhändler Ballsport-direkt.de aus Moers zusammen mit dem Markenhersteller Kempa. Eine auffällige Klappkarte in Form eines Sportschuhs sollte mit einem Gewinnspiel E-Mail-Adressen für den digitalen Newsletter generieren. Empfänger mussten nur ein Onlineformular ausfüllen. „Insgesamt haben wir 25.000 Kunden angeschrieben und das Preisausschreiben zudem über unsere Webseite beworben“, sagt Ballsportdirekt.de-Marketingleiter Markus Dieckmann. Der Rücklauf konnte sich sehen lassen: 13.000 wollten gewinnen und beteiligten sich an der Aktion. Die Klickzahlen auf Ballsportdirekt.de waren unmittelbar nach dem Versand etwa 20 Prozent höher als zuvor.
Die Stärken der Postkarten
Die Beispiele zeigen, wo Postkarten- mailings ihre Stärken ausspielen: als Einladungen, Ankündigungen, Erinnerungen, Hinweise auf saisonale Angebote oder als Coupon und Gutschein. Für kurze, prägnante Botschaften ist die Karte ideal. Dabei lässt sie sich für konkrete Angebote ebenso nutzen wie für das Übermitteln einer kurzen Grußbotschaft, wie etwa „Ist Ihr Auto schon fit für die Fahrt in den Sommerurlaub?“ oder „Wenn Ihr PC streikt: Rufen Sie uns einfach an!“
Allein mit dem Einsatz der Karte ist der Erfolg einer Aktion aber noch nicht garantiert. Entscheidend ist, dass die Tonalität zur jeweiligen Zielgruppe passt und die übermittelte Information schnell verständlich ist. „Die Botschaft sollte maximal zwei knackige Punkte beinhalten“, rät Frank Merkel, Vorstand der Weinheimer Marketingagentur Wob. Für lange Texte und komplexe Mitteilungen eignet sich die klassische Karte aufgrund der begrenzten Fläche eher weniger.
Postkarten in allen Facetten
Grundsätzlich ausgeschlossen sind inhaltsreiche Postkartenmailings indes nicht: Der auf Rechtsthemen spezialisierte Nomos-Verlag verschickt Karten in Form mehrseitiger Booklets, mit denen er auf aktuelle Neuerscheinungen hinweist. Als klassischer Selfmailer verbindet die „Infocard Booklet“ dabei die Vorteile des Werbebriefs mit denen einer mehrseitigen und blätterbaren Postkarte inklusive Response-Element.
Von den guten Rücklaufquoten der B2B-Mailings an Architekten und Hoteliers ist Holzbauunternehmer Russ so überzeugt, dass er nun auch 22.500 Panorama- postkarten an private Hausbesitzer verschickt hat. Für ihn ein ideales Dialogmedium.






