1. Konto einrichten
Bevor Sie aktiv in den Twitter-Dialog einsteigen, müssen Sie ein Konto einrichten, indem Sie einen Twitter-Namen registrieren. Am besten sichern Sie sich den Namen Ihres Unternehmens, Ihrer Marken und Ihrer Twitter-Kommunikatoren. Achten Sie dabei darauf, dass die Benutzernamen nicht zu lang werden, denn sie sollten sofort erfassbar sein, und ihre Zeichenzahl wird stets von den verfügbaren 140 Zeichen abgezogen. Aktiv schalten sollten Sie das Konto erst, wenn Sie wirklich mit dem regelmäßigen Kommunizieren beginnen.
2. Beobachten und zuhören
Suchen Sie zunächst nach Tweets, die relevante Inhalte bieten. Zu diesen gehören neben Ihrem Unternehmen, Ihren Marken und Produkten auch die Mitbewerber, Themen im Kontext und für Ihre Kommunikation wichtige Multiplikatoren. Machen Sie sich ein Bild, welche Wahrnehmung vorherrscht, welche Bedürfnisse die Kommunikatoren artikulieren, und leiten Sie daraus Chancen für Ihr Dialogmarketing ab. Lernen Sie von der Kommunikation der anderen. Beobachten Sie, welche Twitter-Feeds erfolgreich sind, und überlegen Sie, warum das so ist.
3. Profil vervollständigen
Ergänzen Sie Ihr Twitter-Profil durch ein aussagekräftiges Bild und eine kurze Selbstdarstellung. So erhalten andere Nutzer eine bessere Vorstellung, wer mit ihnen kommunizieren möchte, und sie können schneller entscheiden, ob sie Ihnen folgen möchten. Um Ihr Profil mit einem individuellen Hintergrund zu versehen, können Sie eigene Dateien oder Beispiele von www.tweetbacks.com nutzen – natürlich können Sie hier auch Ihren Hintergrund hochladen und von der Community bewerten lassen.
4. Nutzen Sie einen Twitter-Client
Um bei der Vielzahl an Twitter-Botschaften den Überblick zu behalten und Ihre Twitter-Kommunikation möglichst einfach auch bei mehreren Konten zu managen, empfehlen sich spezielle Applikationen. Diese sogenannten Clients eignen sich für das Einsehen, Senden, Sortieren und Filtern, Sichern und Planen von Twitter-Nachrichten. Empfehlenswert ist zum Beispiel Tweetdeck (www.tweetdeck.com), das erhältlich ist für Windows, MacOS, Linux sowie für iPad und iPhone.
5. Strategie und Ziele festlegen
Wie möchten Sie über den Kanal Twitter als Unternehmen in Erscheinung treten? Welche langfristigen Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Dialog per Kurznachricht? Kennen Sie Ihre Zielgruppen gut genug, um zu wissen, wie sie Twitter nutzen, was sie von Twitter-Nachrichten erwarten und welche Angebote Sie ihnen unterbreiten dürfen? Überlegen Sie sich auch, wie Sie die Twitter-Kommunikation mit bereits vorhandenen Dialogmaßnahmen vernetzen können und welche Kennzahlen den Erfolg Ihres Twitter-Engagements messbar machen.
6. Ressourcen festlegen
Nichts ist so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. So auch Twitter. Zwar ist die technische Seite leicht beherrschbar. Aber eine erfolgreiche Nutzung im Sinne des Kundendialogs erfordert auch Ausdauer. Zunächst benötigen Sie Mitarbeiter, die mindestens eine, besser aber drei, relevante Botschaften täglich absenden können.
Hilfreich ist ebenfalls, wenn Sie eine Art Chefkommunikator bestimmen, der als Person für die Zielgruppe sichtbar und ansprechbar ist. Schließlich brauchen Sie auch Zeit, um die Twitter-Kommunikation anlaufen zu lassen, entsprechendes Marketing zu betreiben und im Zuge des Brand-Watching Aussagen treffen zu können, wie Ihre Marke von der Community wahrgenommen wird.
7. Taktik und Umsetzungsplan erstellen
Auch wenn sich der Verlauf von Diskursen in sozialen Netzwerken nicht vorherbestimmen lässt, so gibt es doch zahlreiche konkrete Optionen, mit denen Sie Einfluss nehmen können. Deshalb ist es wichtig, vor Beginn der Unternehmenskommunikation via Twitter zu überlegen, welche relevanten und aufmerksamkeitsstarken Inhalte Sie vermitteln können, welche Incentivierungen für die Zielgruppen attraktiv sind, wie Sie auf kritische Kommentare reagieren und zu welchem Zeitpunkt Sie welche Information veröffentlichen wollen.
8. Twitter-Engagement bekannt machen
Lassen Sie die Welt Ihre Twitter-Nachrichten nicht nur von alleine finden. Weisen Sie auf Ihrer Website, in E-Mail-Signaturen, auf Plakaten und Anzeigen auf Ihre Twitter-Feeds hin. Kommentieren Sie auf anderen Microblogs, und machen Sie dort mit interessanten Beiträgen auf sich aufmerksam.
9. Setzen Sie Tools ein, die Ihnen das Twitter-Leben erleichtern
Dank der freien Programmierschnittstelle (API, Application Programming Interface) gibt es inzwischen eine Vielzahl nützlicher Hilfsprogramme, die Ihnen praktische Zusatzfunktionen für die Kommunikation via Twitter verfügbar machen. Beispiele sind etwa CoTweet und Hootsuite für Businessanwender. Damit Sie nicht umständlich das Web danach durchsuchen müssen, hat /DIREKT+ hier einige Empfehlungen für Sie zusammengestellt.
10. Wichtige Keywords festlegen
Da auch Suchmaschinen das Web nach Twitter-Botschaften durchsuchen, ist es sinnvoll, wenn Ihre Beiträge regelmäßig auch Stichwörter enthalten, die mit Ihrem Unternehmen und Ihren Themen verbunden sind. Damit erleichtern Sie Nutzern nicht nur den Zugang zu relevanten Informationen, sondern verbessern mitunter Ihre Präsenz im Internet und in den Suchmaschinenbewertungen.
Weiter mit den Tipps 11–20
Inhaltsübersicht Twitter im Dialogmarketing
01 Dialog in 140 Zeichen: Twitter
02 Twitter-Marketing: Dialog mit Followern
03 Twitter-Marketing: Interaktiver Dialog
04 Interview mit Robert Wagner, Teil 1
05 Interview mit Robert Wagner, Teil 2
06 Praxistipps fürs Twitter-Marketing
07 Twitter-Tipps: Ideen für den Business-Einsatz
08 Checkliste: Twitter-Tipps 1–10











